400. Mahnwache in Ferdinandshof

Seit mehr als siebeneinhalb Jahren stehen wir jeden Samstag mit unserer Mahnwache an der B109 – als sichtbares Zeichen gegen die Zerstörung unserer heimischen Natur durch den ungebremsten Ausbau der Windkraft und für den Erhalt der Friedländer Großen Wiese.

Bei schönstem Spätsommerwetter, guter Laune und bester Stimmung versammelten sich erneut mehr als 30 Mitstreiter in Ferdinandshof, um gemeinsam die 400. Mahnwache zu begehen.

Musikalisch begleitet wurden wir von Ralf Bargét, der bereits bei unserer 300. Mahnwache zu Gast war. Für seine erneute, keineswegs selbstverständliche Unterstützung möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken.

Wie zu jeder runden Mahnwache hatten wir auch diesmal Politiker aller im Landtag vertretenen Parteien sowie Vertreter von NDR und Nordkurier eingeladen. Nachdem zunächst signalisiert worden war, auch über dieses Jubiläum berichten zu wollen, erhielten wir kurz vor der Veranstaltung von beiden Medien Absagen. Das bedauern wir sehr. Bei uns hinterlässt dies den Eindruck, dass eine neutrale Berichterstattung verhindert werden soll, öffentliche Kritik gegen den Kurs der Landesregierung ist offenbar nicht erwünscht. Doch gerade bei kontroversen Themen halten wir eine ausgewogene und offene Berichterstattung für besonders wichtig.

Als einzige folgte die zukünftige Landtagsabgeordnete, Frau Inken Arndt unserer Einladung. Bei Grillwurst, Musik und Getränken ergaben sich zahlreiche direkte und ungezwungene Gespräche. Über diesen persönlichen Austausch haben wir uns sehr gefreut. Zugleich möchten wir alle Parteien dazu aufrufen, sich einer sachlichen und lösungsorientierten Diskussion über die bestehenden Probleme und unterschiedlichen Standpunkte zu stellen.

Wir wären allerdings nicht zum 400. Mal hier, wenn wir uns von Rückschlägen davon abhalten ließen, unseren Protest weiterhin öffentlich sichtbar zu machen. Die aus unserer Sicht erreichten Erfolge und der Zuspruch vieler vorbeifahrender Menschen bestärken uns darin, auch künftig unsere Stimme für den Schutz unserer Natur und gegen die zunehmende Überformung unserer Landschaft durch großflächige Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen zu erheben.

Aufgeben ist für uns keine Option. Deshalb werden wir am 11. September 2027 zur 450. Mahnwache wieder an der B109 in Ferdinandshof stehen und uns gegen den Windkraftirrsinn stellen.